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Lexikon der Fachbegriffe

 

Abort: Fehlgeburt. Absterben der Frucht zu einem Zeitpunkt der Schwangerschaft, an dem eine Lebensfähigkeit nicht besteht. Später in der Schwangerschaft wird es Frühgeburt und Totgeburt genannt.

Akrosom: "Hütchen" am Kopf des Spermiums, in dem sich notwendige Stoffe (Enzyme) befinden, welche es ermöglichen, in die Eizelle einzudringen.

Amniocentese: Punktion der Fruchthöhle zur Fruchtwassergewinnung zwecks Untersuchung von chemischen Parametern und im Fruchtwasser befindlichen Amnionzellen bzw. Hautzellen des Kindes. Eine Amniocentese zum Ausschluß von Erbkrabkheiten wird zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt

Anamnese: Vorgeschichte des Patienten. Dazu gehören alle durchgemachten Erkrankungen und Operationen. Auch die Zyklus-Anamnese, also der Ablauf der Blutung in der Vergangenheit ist ein wichtiger Faktor

Androgene: männliche Hormone

Andrologie: Wissenschaft der für das männliche Fortpflanzungssystem spezifischen Störungen

Aspermie: kein Ejakulat trotz Orgasmus

Asthenozoospermie: Begriff aus dem ->Spermiogramm zu geringe Beweglichkeit der Spermien

Azoospermie: Fehlen von Spermien im ->Ejakulat

Bauchspiegelung: Mit einem kleinen Schnitt im Bereich des Bauchnabels wird eine spezielle Kamera in den Bauch eingeführt und die inneren Organe betrachtet. Man kann mit Farbstoff dann auch die Eileiterdurchgängigkeit prüfen. Wird in Narkose durchgeführt

Befruchtung: In der Reproduktionsmedizin der Vorgang der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Samenzelle mit Bildung eines neuen Zellkerns. Der Vorgang der Befruchtung beginnt mit der Imprägnation und ist mit der ersten Teilung der befruchteten Eizelle abgeschlossen

Biopsie: Gewinnung einer Gewebeprobe am lebenden Individuum. In der Medizin generell eine diagnostische Technik. In der Reproduktionsmedizin z.B. als Hodenbiopsie zur Gewinnung von Spermien ->TESE für ->ICSI.

Blastozyste: Ein Embryo, der schon mehrere Tage alt ist (ca. 5) und bereits im Zentrum eine kleine Höhle aufweist. Ein Transfer in diesem Stadium soll Vorteile bringen gegenüber dem üblichen Transfer nach 2-3 Tagen

Cerclage: Umschlingung des Muttermundes. Operativer Verschluss des Gebärmutterhalses zur Vermeidung von Fehlgeburten

Cervix: Gebärmutterhals

Chromosom: Träger der Erbsubstanz. Der Mensch hat 46. Davon sind zwei Geschlechtschromosomen, beim Mann X und Y, bei der Frau zweimal X

Clomifen: eigentlich Clomifencitrat. Ein in Tablettenform einzunehmendes Medikament zur hormonellen Stimulation der Eierstöcke

Corpus luteum: = ->Gelbkörper

Downregulation: direkt übersetzt: "Runterregulierung". Mit einer andauernden Gabe von ->GnRH wird die ->Hirnanhangsdrüse außer Gefecht gesetzt und die Patientin in "künstliche Wechseljahre" versetzt. Meist bei der ->IVF eingesetzt

Eierstock: = Organ, in dem die Eizellen heranreifen.

Eileiter: = Organ, welches den Eierstock mit der Gebärmutter verbindet und in dem die Befruchtung der Eizelle stattfindet.

Eileiterschwangerschaft: Implantation des Embryos außerhalb der Gebärmutterhöhle, meistens im Eileiter (Tubengravidität).

Ejakulat: Enthält die Spermien.

Embryo: Nach neuerem Gebrauch das Resultat der Befruchtung einer Ei- durch eine Samenzelle. Früher wurde die befruchtete Eizelle als Zygote bezeichnet.

Embryotransfer: Rückgabe des im "Reagenzglas" erzeugten Embryos bei der Reagenzglasbefruchtung

Endokrine Drüsen: Organe, welche Hormone in den Blutkreislauf absondern und dadurch verschiedene Vorgänge im Körper regulieren, z.B. Schilddrüse, Nebenniere, Ovar, Hoden

Endokrinologie: Lehre von der inneren Sekretion, d.h. von den Hormonen

Endometriose: Es handelt sich bei dieser Erkrankung um in den Bauchraum "versprengte" Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Diese ist hormonell aktiv und es kommt sehr häufig zu entzündlichen Veränderungen und Verklebungen im Bauchraum. Typisches Symptom: Schmerzhafte Regelblutung

Endometrium: =Gebärmutterschleimhaut. Also das Gewebe in der Gebärmutter, welches monatlich neu aufgebaut und wieder abgestoßen wird (->Menstruation)

Endoskopie: Griech. Wort für "Hineinschauen". Endoskope sind Instrumente, mit denen Hohlräume innerhalb des Körpers betrachtet werden können; es ist daher mit dem Endoskop möglich, beispielsweise das Innere des Magens (Gastroskopie) oder den Bauchraum (Laparoskopie) zu untersuchen

Estradiol: =>Östradiol

ET : =>Embryotransfer

Extrakoporale Befruchtung: Befruchtung einer weiblichen Eizelle mit einer männlichen Samenzelle außerhalb des Körpers (extrakoporal); da diese Befruchtung in einem Labor in einem Gefäß stattfindet, bezeichnet man den Vorgang auch als In-vitro-Fertilisation (IVF) mit oder ohne vorgeschalteter intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI)

Fertilität: Fruchtbarkeit (von fero = ich trage; gebäre); also ursprünglich die Fähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen. Heute allgemein: Fähigkeit zur Reproduktion (=Fortpflanzung).

Follikel: =Eibläschen. Am ->Eierstock befinden sich diese Eibläschen. In jedem ->Zyklus wächst normalerweise einer dieser Follikel heran, in dem sich die Eizelle entwickelt und im Rahmen der ->Ovulation in den ->Eileiter zur Befruchtung entlassen wird.

Follikelpunktion: ->Punktion

Follikelstimulierendes Hormon: ein ->Gonadotropin, welches als Medikament zur Stimulation der Eierstöcke gespritzt werden kann. Entspricht dem natürlichen Hormon der ->Hirnanhangsdrüse

Gameten: weibliche und männliche Keimzellen, d.h. Eizellen und Spermien

Gebärmutterhals: der schmale Eingang zur Gebärmutter. Die erste Hürde, welche die Spermien auf dem Weg zur Eizelle überwinden müssen

Gelbkörper: entsteht am ->Eierstock nach dem ->Eisprung. Wenn die Eizelle den ->Follikel verlassen hat, bildet sich durch einsprießende Gefäße ein Gelbkörper, welcher das Gelbkörperhormon bildet. Dies ist das wichtigste Hormon der zweiten Zyklushälfte

Gelbkörperschwäche: verminderte Produktion von Gelbkörperhormon in der zweiten Zyklushälfte

Genetik: Lehre über das Erbgut. Viele Erkrankungen haben genetische Ursachen, auch bei der Unfruchtbarkeit gibt es einige genetisch bedingte Ursachen

Hatching: Auch Assisted Hatching genannt. Hierbei wird die Hülle des Embryos angeritzt (z. B. mit einem Laser), was ihm das Verlassen der Hülle erleichtert und möglicherweise auch die Einnistung

HCG: =human Chorion Gonadotropin. Ist ein komplizierter Ausdruck für das Schwangerschaftshormon. Wird in leicht abgwandelter Form bei der Hormontherapie zum Auslösen des Eisprungs gegeben

Herzaktionen:   Im Ultraschall zu erkennender Herzschlag des Embryos. Meist ab der 6. Schwangerschaftswoche nachweisbar

heterologe Insemination: ->Insemination mit Spenderspermien

Hirnanhangsdrüse: =Organ an der Schädelbasis, mit dem Gehirn verbunden. Es produziert eine Vielzahl von ->Hormonen, mit welchen zahlreiche andere Organe gesteuert werden (Eierstock, Schilddrüse, Nebenieren usw.)

HMG: =humanes Menopausengonadotropin. Es ist ein ->Gonadotropin, welches aus ->LH und ->FSH besteht und zur hormonellen Stimulation der Eierstöcke eingesetzt wird

Hodenbiopsie: Gewebsentnahmen aus dem Hoden zur Untersuchung auf Erkrankungen und zur evtl. Gewinnung von Spermien (TESE) für ICSI. Bei Azoospermie kann die Hodenbiopsie zeigen, ob noch ein gewisse Spermiogenese vorliegt

Hodenhochstand: angeborene Störung. Dabei senkt sich der Hoden nicht regelrecht in den Hodensack ab. Es kommt zu einer chronischen Überwärmung des Hodens und dadurch auch zu einer Verschlechterung der Spermienproduktion

Homologe Insemination: ->Insemination mit Verwendung von Spermien des Ehepartners

Hormon: Ein Botenstoff, welcher von einem hormonproduzierenden Organ gebildet wird und meist über die Blutbahn das Zielorgan erreicht (z. B. Hirnanhangsdrüse ->Ovar). ->Östrogen ist bekanntes Beispiel.

Humangenetik: Erblehre des Menschen ->Genetik

Hyperandrogenämie: = erhöhte Blutspiegel männlicher Hormone

Hyperprolaktinämie: erhöhte ->Prolaktinspiegel.

Hyperstimulationssyndrom: ->Überstimulationssyndrom

Hypophyse: ->Hirnanhangsdrüse

Hypothalamus: = Zwischenhirn. Reguliert die Funktion der ->Hirnanhangsdrüse über die Ausschüttung des ->GnRH

Hysteroskopie: -> Gebärmutterspiegelung

ICSI: =Intracytoplasmatische Spermieninjektion. Dabei wird im Rahmen einer "Reagenzglasbefruchtung" ein einzelnes Sermium in eine Eizelle injiziert. Wird bei sehr schlechter Spermienqualität angewandt

idiopathische Sterilität: als "idiopathisch" wird all das bezeichnet, was dem Mediziner nicht erkärlich ist. In diesem Fall bedeutet es also: Sterilität ohne klar zu diagnostizierende Diagnose (trotz gründlicher Untersuchung natürlich)

Immunisierung: Behandlung bei ->habituellen Aborten. Wenn nachgewiesen wurde, dass ein fehlgeleitetes Immunsystem die Ursache für wiederholte Fehlgeburten ist oder sein könnte, dann wird diese Maßnahme durchgeführt, um die Voraussetzungen zu verbessern

Immunologie: = Lehre von den Abwehrkräften und -reaktionen des Organismus

Implantation: Einnistung, Einpflanzung (z.B. des Embryos in das Endometrium).

In vitro: wörtlich: "in einem Glas" also: in einem Reagenzglas, außerhalb des Körpers.

In vivo: im Körper

In-vitro-Fertilisation: ->Wörtlich übersetzt: ->Reagenzglasbefruchtung. Abkürzung: IVF

Infertilität: bedeutet ->Unfruchtbarkeit. Meint medizinisch gesehen aber die Unfähigkeit, ein lebendes Kind zu bekommen trotz der Fähigkeit, schwanger zu werden (->habituelle Aborte)

Insemination: Einspritzen von Spermien in die Gebärmutter. Dies geschieht meist erst, nachdem die Spermien durch spezielle Aufbereitungsmethoden vorbehandelt wurden (->Swim-Up)

Insulin: wichtiges Hormon, gebildet in der Bauchspeicheldrüse, welches hilft, Zucker zu verarbeiten

Insulinresistenz: Unfähigkeit der Körperzellen, auf ->Insulin zu reagieren. Deswegen kommt es zu einer kompensatorisch erhöhten Ausschüttung von Insulin, oft auch in Verbindung mit einem ->PCO-Syndrom

IUI: intrauterine ->Insemination. Die Spermien werden in die Gebärmutter gespritzt nach einer entsprechenden ->Aufbereitung des Ejakulats

IVF: steht für "In-Vitro-Fertilisation". Das wiederum bedeutet eigentlich nur "Befruchtung im Reagenzglas", also ->Reagenzglasbefruchtung. Außerhalb des weiblichen Körpers werden Eizelle und Spermien zusammengebracht, die Eizelle befruchtet und die entstehenden Embryonen in die Gebärmutter zurückgegeben

Kapazitation: Physiologische und biochemische Prozesse, die eine Samenzelle durchläuft, um in eine Eizelle einzudringen und sie befruchten zu können

Karenzzeit: Zeit ohne Ejakulation. 3-5 Tage vor einem Spermiogramm sollte diese betragen

Keimzelle: ->Gamete: Eizelle und Spermatozoon

Klimakterium: Wechseljahre (->Menopause)

Klinefelter-Syndrom: numerische Chromosomenstörung. Die betroffenen Männer haben ein x-Chromosom zu viel (XXY statt XY). Geht mit Unfruchtbarkeit einher

Kontrazeption: Schwangerschaftsverhütung

Konzeptionsoptimum: Zeitpunkt im weiblichen Zyklus, zu dem eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist

Kryokonservierung: Lagerung von biologischen Material (Eizellen, Samenzellen, Embryonen) in flüssigem Stickstoff bei -196°C. Durch einen gesteuerten Prozess des Einfrierens und späteren Auftauens wird die Lebensfähigkeit des Material nicht zerstört

Kryozyklus: Ein natürlicher oder künstlich aufgebauter Zyklus, im Verlauf dessen ein kryokonservierter Embryo in die Gebärmutter zurückgegeben wird

Künstliche Befruchtung: assistierte Reproduktion. Der Begriff ist jedoch nicht korrekt. Oft wird auch eine ->Insemination oder ->IVF als künstliche Befruchtung bezeichnet, jedoch ist die Befruchtung hier nicht künstlich, bei der IVF ist nur der Ort künstlich. Eigentlich gilt dieser Begriff nur für die ->ICSI

Laparoskopie: ->Bauchspiegelung

Leydig-Zellen: spezielle Zellen des Hodens, welche ->Testosteron bilden

LH: =luteinisierendes Hormon. Ein Hormon der ->Hypophyse, welches den Eisprung bei einem reifen ->Eibläschen bewirkt.

Lutealphase: der Zeitraum nach dem Eisprung, also die zweite Zyklushälfte. Das ->Corpus luteum ist dabei namengebend

Lutealphasendefekt: ->Gelbkörperschwäche

Maldescensus testis: ->Hodenhochstand

Menopause: Letzte reguläre Monatsblutung. Statistisch findet diese in einem Alter von ca. 50 Jahren statt

Menstruation: =Regelblutung

MESA: microsurgical epididymal sperm aspiration. Operative Entnahme von Spermien aus dem Nebenhoden

missed abortion: Eine Form der Fehlgeburt (-> Abort). Hierbei wächst die Frucht in den frühen Schwangerschaftswochen nicht weiter. Es kommt also zu einer Fehlgeburt, jedoch ohne Blutungen oder andere äußerlich erkennbare Zeichen.

Morphologie: bedeutet im weitesten Sinne "Aussehen". Insbesondere beim ->Spermiogramm verwendeter Begriff zur Beschreibung des Aussehens der einzelnen Spermien.

Morula: Embryo, der nach einigen Tagen einen beerenähnlichen Zellklumpen bildet - Morulastadium

Motilität: Beweglichkeit. Meint hier meist Beweglichkeit der Spermien und ist ein Kriterium des Spermiogramms. Sie wird in ortsständige und Progressivmotilität unterteilt. Bei letzterer wird noch eine schnelle Progressivmotilität berücksichtigt. Bei ->Asthenozoospermie besteht eine eingeschränkte und schlechte Progressivmotilität

Mukus: ->Zervixsekret

Müllersche Gänge: Paarig angelegte Organe, aus denen sich in der embryonalen Entwicklung des Mädchens die Eileiter und die Gebärmutter entwickelt

Mumps: Im Rahmen diser Kinderkrankheit kann es, wenn sie nach der Pubertät auftritt, zu einer Begleitentzündung des Hodens kommen und einer Zerstörung der samenbildenden Zellen

Myom: gutartige, knotige Wucherung der Gebärmuttermuskulatur

Myometrium: Gebärmuttermuskulatur

Nebenhodenaspiration: ->MESA

Nebennierenrinde: Produktionsort wichtiger Hormone für den Stoffwechsel (Glucokortikoide wie Cortisol) und Mineralhaushalt (Mineralokortikoide wie Aldosteron) des Köpers. Bildet außerdem ->Androgenvorstufen

Nekrozoospermie: Unbeweglichkeit aller Spermien im Ejakulat

Nidation: Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutterschleimhaut

Normozoospermie: Alle untersuchten Spermienparameter sind im Normbereich (->Spermiogramm)

OAT-Syndrom: Begriff aus dem ->Spermiogramm: steht für Oligo-Astheno-Teratozoospermie. Also zu wenige, fehlgeformte und schlecht bewegliche Spermien

Oestrogen (Östrogen): vereinfacht: weibliche ->Hormone. es gibt zwar keine "weiblichen" und "männlichen" Hormone, aber Östrogene sind bei der Frau in sehr viel höheren Blutspiegeln vorhanden. Das bekannteste Östrogen ist das Östradiol, welches ausschließlich von den Granulosazellen im reifenden ->Eibläschen gebildet wird

OHSS: ->Überstimulationssyndrom

Oligomenorrhoe: =seltene Monatsblutungen. Verlängerte Zyklen (>35 Tage) -> Eumenorrhoe, ->Polymenorrhoe, ->Amenorrhoe

Oligozoospermie: Begriff aus dem ->Spermiogramm: Zu geringe Zahl von Spermien

Oozyte: Weibliche Keimzelle

Östradiol: wichtigstes ->Östrogen

Ovar: = Eierstock

Ovarialinsuffizienz: Unzureichende Funktion des Eierstocks, die entweder auf eine mangelhafte Anregung durch die übergeordneten Hormone (GnRH, LH, FSH) zurückzuführen ist (sekundäre Ovarialinsuffizienz) oder auf dem Fehlen oder mangelhaften Ansprechen von Keimzellen bzw. den Follikeln beruht (primäre Ovarialinsuffizienz).

Ovariolyse: Operatives Lösen von Verwachsungen am Eierstock

Ovulation: =Eisprung. Die Eizelle verlässt dabei den ->Follikel und wandert in den Eileiter, wo die Befruchtung stattfindet.

Ovum: Eizelle

Pathologisch: Krankhaft

PCO-Syndrom: =Polycystische Ovarien. polyzystisch heißt "viele Zysten". Das Bild ist geprägt durch viele kleine ->Follikel, welche jedoch nicht heranreifen. Meist im Zusammenhang mit einer ->Hyperandrogenämie ergibt sich dadurch ein Ausbleiben des Eisprungs. Oft auch verbunden mit Übergewicht und / oder Zuckerstoffwechselstörungen

Peritoneum: Bauchfell

PID: ->Präimplantationsdiagnostik

Plazenta: Mutterkuchen

PN-Stadium: ->Pronucleus-Stadium

Polymenorrhoe: zu kurze ->Zyklen. poly=häufig.

Polyzystische Ovarien: ->PCO-Syndrom

Präimplantationsdiagnostik: In-vitro befruchtete Eizellen werden vor dem Transfer in die Gebärmutter auf chromosomale und genetische Veränderungen hin untersucht

primäre Amenorrhoe: Frauen, die noch nie eine Blutung hatten, haben eine p. A.

Progesteron: =Gelbkörperhormon. wird vom ->Gelbkörper in der zweiten Zyklushälfte gebildet.

Prolaktin: Hauptsächlich verantwortlich für den Milcheinschuß nach der Geburt. Ist aber auch ein Streßhormon und kann dadurch erhöht sein. Auch Störungen der Schilddrüse können zu einer vermehrten Bildung von Prolaktin führen. Erhöhte Prolaktinspiegel stören den Zyklus und die Eizellreifung.

Prolaktinom: gutartiger Knoten in der ->Hirnanhangsdrüse, welcher Prolaktin produziert

Proliferationsphase: Aufbau der Schleimhaut in der ersten Zyklushälfte mit Östradiol als dem stimulierenden Hormon

Pronucleus-Stadium: Vorkernstadium. Am ersten Tag nach der Befruchtung zeigen sich die beiden Kerne von Spermium und Eizelle vor der endgültigen Verschmelzung noch einmal getrennt

Prostata: =Vorsteherdrüse. Produziert ein Sekret, welches neben ->Spermien und ->Samenbläschensekret Bestandteil des ->Ejakulats ist

Punktion: =Eizellentnahme im Rahmen der ->Reagenzglasbefruchtung. Mit einer Nadel wird unter Ultraschallsicht in die ->Follikel gestochen und die Flüssigkeit mit den Eizellen abgesaugt

Reagenzglasbefruchtung: Ein deutscher Ausdruck für ->IVF, also "In-Vitro-Fertilisation"

Refertilisierung: Eingriff, der nach einer ->Sterilisation erfolgen kann und die Eileiter oder Samenleiter operativ wieder eröffnet, wenn erneuter Kinderwunsch besteht.

Reproduktion: Fortpflanzung (med.), eigentlich: Vervielfältigung

Reproduktionsmedizin: Teil der Medizin, der sich mit den Mechanismen der Fortpflanzung (Reproduktionsbiologie), ihren Störungen, Erkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten befasst

Retrograde Ejakulation: Das Ejakulat geht bei der Ejakulation "den falschen Weg" und landet in der Harnblase. Meist sind Störungen der Nerven in diesem Bereich die Ursache, Am häufigsten bei Diabetes

Sactosalpinx: verschlossener Eileiter, mit Gewebsflüssigkeit gefüllt

Salpingolyse: operatives Lösen von Verwachsungen am Eileiter

Salpinx: = Eileiter

Samenbläschen: Eine Drüse, welche den Spermien ein Sekret zusetzt, welches die Überlebensfähigkeit in der Scheide verbessert

Sekretionsphase: Zweite, von Progesteron gesteuerte Hälfte des Zyklus, in der die Zellen des Endomterium Zeichen einer starken Drüsentätigkeit (Sekretion) aufweisen. Folgt der östrogendominierten ->Proliferationsphase

Septum: =Trennwand. Meist im Zusammenhang mit der Gebärmutter als Uterusseptum bezeichnet. Eine solche Wand kann bindegewebig ausgebildet sein und die Einnistung der Embryonen stören

Sexualhormon: Begriff für die von der weiblichen (->Ovar) und männlichen (->Hoden) Geschlechtsdrüsen gebildeten und ans Blut abgegebenen Botenstoffe (->Hormone), die für die spezifisch weibliche bzw. männliche Entwicklung und Sexualfunktion notwendig sind.

Skrotum: Hodensack

Spermatogenese: auch als ->Spermiogenese bezeichnet: Bildung und Ausreifung der Samenfäden

Spermien: = Samenfäden.

Spermienaufbereitung: Methoden, um aus dem Ejakulat Sekrete der Prostata und der ->Samenbläschen zu beseitigen und nur gut bewegliche Spermien auszufiltern. Es gibt zahlreiche Methoden, die bekannteste ist der ->Swim-Up

Spermiogenesestörung: Entwicklungsstörung der Spermien durch unterschiedliche Schädigungen (Äußere Einflüsse, genetische)

Spermiogramm: Untersuchung der Spermien oder vielmehr, des Ejakulats. Die wichtigsten Parameter sind: Zahl, Beweglichkeit und ->Morphologie der Spermien

Sterilisation: Definitive "Unfruchtbarmachung" von Mann oder Frau. Bei der Frau werden dazu die ->Eileiter im Rahmen einer ->Bauchspiegelung verschlossen und beim Mann durch einen kleinen Schnitt am Hoden die Samenleiter (->Vasektomie).

Sterilität: Sterilität bedeutet im weitesten Sinne, die Unfähigkeit, Kinder zu bekommen. Der Begriff gilt für das Paar, allerdings kann auch ein Mann oder eine Frau aus bestimmten Gründen steril sein. Unterschieden wird davon die Infertilität, damit wird die Fähigkeit, schwanger zu werden bei gleichzeitiger Unfähigkeit, die Schwangerschaft auszutragen, beschrieben. Siehe auch ->Abort.

Sterilitätsoperationen: operative Eingriffe, um Sterilitätsursachen zu beseitigen, z.B. Beseitigung von tubaren oder ovariellen Verwachsungen

Subfertilität: = eingeschränkte Fruchtbarkeit

submuköses Myom: unter der Gebärmutterschleimhaut liegendes ->Myom. Kann die Einnistung des Embryos behindern

Swim-Up: Spezielle Aufbereitungstechnik für das Ejakulat. Dadurch wird das Ejakulat von den Bestandteilen befreit, die aus Prostata und ->Samenbläschen stammen. Außerdem werden durch diese Technik nur die gut beweglichen Spermien aussortiert.

Teratozoospermien: Begriff aus dem ->Spermiogramm: zu viele fehlgeformte Spermien

TESE: =testicular sperm extraction. Entnahme von Spermien direkt aus dem Hoden. Operativer Eingriff bei ->Azoospermie.

Testes: Hoden

Testosteron: bekanntestes "männliches" Hormon. Wird im Hoden gebildet. Es wird aber auch im Eierstock, der Haut und der Nebenniere gebildet und ist deshalb beileibe nicht "männlich", nur bei Frauen in wesentlich niedrigeren Blutspiegeln nachweisbar

Thekazellen: Zellen im Eibläschen. Diese stellen männliche Hormone her, welche von den ->Granulosazellen in Östrogene umgewandelt werden

Triploidie: wenn zwei Spermien gleichzeitig eine Eizelle befruchten, dann entsteht ein Embryo mit dem dreifachen Chromosomensatz (drei Vorkernen, also 69 Chromosomen statt 46). Diese Triploidien müssen aussortiert werden, da die Kinder nicht überlebensfähig wären

Trophoblast: Teil des Embryos, der sich späzter zum Mutterkuchen (->Plazenta) ausbildet

Tubargravidität: = Eileiterschwangerschaft

Tube: = Eileiter

Turner - Syndrom: Frauen, welche nur ein X-Chromosom haben, geht meist mit Unfruchtbarkeit einher (->Chromosomen)

Überstimulationssyndrom: Komplikation der Hormonbehandlung. Stark vergrößerte Eierstöcke mit Wasseransammlungen im Bauch und Thrombosegefahr sind die Hauptprobleme.

Unfruchtbarkeit: Bezeichnet generell die Unfähigkeit, ein Kind zu bekommen.

Uterus: = Gebärmutter

Varicozele: = Krampfader am Hoden. Diese führt zu einer erhöhten Hodentemperatur und dadurch zu einer Verschlechterung der Spermienproduktion. Kann operativ entfernt werden

Vasektomie: Verschluß der Samenleiter (->Sterilisation)

Verflüssigungszeit: Das Ejakulat ist unmittelbar nach der Ejakulation zähflüssig. ungefähr nach einer halben Stunde wird es jedoch deutlich flüssiger (=Verflüssigungszeit)

Vorkernstadium: ->Pronucleus-Stadium

Wechseljahre: =Zeitraum in dem die Eierstöcke allmählich ihre Fähigkeit zur Eizell- und Hormonproduktion verlieren

Zervix: =Gebärmutterhals

Zervixsekret: Die Drüsen des Gebärmutterhalses bilden zyklusabhängig Sekret, welches den Spermien das Eindringen in die Gebärmutter erleichtern soll. Unmittelbar vor dem Eisprung ist es sehr flüssig (spinnbar) und nimmt an Menge zu

Zona pellucida: die Eizelle umhüllende Membran. Diese wird beim ->Assisted Hatching gezielt verdünnt, um das "Schlüpfen" und Einnisten des Embryos zu erleichtern

Zygote: Befruchtete Eizelle (erstes Stadium embryonaler Entwicklung).

Zyklus: = Zeitraum zwischen zwei Monatsblutungen. Berechnet vom ersten Tag der einen bis zum ersten Tag der nächsten Blutung

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